Süße Snacks ideal für den Hunger zwischendurch

von Gerhard Both, Hannover

Süße Snacks Ideale Produkte für den „kleinen Hunger“ zwischendurch Gemeinhin wird unter dem Begriff „Snack“ ein Sammelsurium von Nahrungsmitteln verstanden. Fragt man Verbraucher, so werden in erster Linie Knabberartikel von Salzstangen bis hin zu Erdnüssen genannt. Darüber hinaus aber auch vieles andere was herzhaft, pikant oder würzig ist, z.B. Zwiebelkuchen, Laugenbrezeln, Pasteten oder Kanapees. Ebenfalls unter den Begriff Snacks fallen für den Konsumenten die Angebote der Systemgastronomie, also „Hamburger“ oder Fischbrötchen. Das Wort „Snack“ heiß übersetzt eigentlich nur „Schnellimbiß“. Im angloamerikanischen Sprachgebrauch versteht man darunter jeden Kleinen Imbiß bzw. Zwischendurchverzehr. Die Snackbar ist demnach der Schnellimbiß. Bei uns wiederum war seit Jahrzehnten der Schnellimbiß der Ort, wo man Bratwurst, Currywurst oder Frikadelle kaufte. In den letzen Jahren bekamen diese – oft auch ambulanten Verkaufsstellen – Konkurrenz durch Döner-Kebab, Pizza und Pitta. „Snack ist also ein Begriff, der mit vielfältigen Vorstellungen verbunden ist. Für die moderne Konditorei und Bäckerei ist „Snack“ schon lange kein Fremdwort mehr. Ob über Theke oder in Bedienung: kleine Mahlzeiten, vom belegten Brötchen über Gemüsestrudel oder Frühlingsrolle bis hin zur Suppe – werden vielerorts angeboten. Hintergrund für den verstärkten Griff des Verbrauchers zum Snack ist das veränderte Ernährungsverhalten der Bevölkerung. Die Gesellschaftsstruktur hat sich grundlegend gewandelt: Kleine Haushalte fragen auch nach kleineren Mahlzeiten. Die Mobilität und das Freizeitverhalten sorgen ebenfalls für Zuwachs im „Außer-Haus-Konsum“ (AHK). Traditionelle Werte, wie der Hausfrauenstolz bei selbsthergestelltem Kuchen oder anderen Mahlzeiten, verlieren immer mehr an Bedeutung. Convenienceprodukte haben im täglichen Leben ihren festen Platz erobert. Die Telemahlzeit zeigt, daß die Mahlzeiten im Familienkreis zu festgelegten Zeiten zum große Teil der Vergangenheit angehören. Wachstum im oben beschriebenen Bereich, bei gleichzeitiger Stagnation des klassischen Konditoreisortiments an Torten und Schnitten sollten für jeden Betriebsinhaber Anlaß sein, das eigene Sortiment zu überprüfen. Müssen „Snacks“ denn überhaupt pikant sein? Einen interessanten Aspekt wollen wir hier aufzeigen: Die süße Snack-Variante. Die Industrie hat diesen Trend längst erkannt. Vielleicht hat sie ihn sogar erschaffen. Gebäckriegel wie Milka Tender oder Yes Torty sind die Gewinner im Schoko-Snack-Sortiment. Auch im Kühlregal des Lebensmitteleinzelhandels machen sich Gebäckriegel wie auch Käsekuchen breit. In anderen Ländern werden Backwaren wie Dontus, Muffins, Brownies, Madeleines oder Scones bereits als idealer Imbiß auf die Faust angesehen. Fast-Food-Unternehmen bieten Blätterteigtaschen mit Fruchtfüllungen an. Süße Backwaren sind die ureigenste Domäne der Konditorei und Bäckerei. Warum also nicht auf das Naheliegende setzen und süße Snacks anbieten?! Zahlreiche Kleingebäcke sind dafür geeignet: Plunder, Mandelhörnchen, Heidesand, Berliner, Amerikaner, Sandtörtchen, Nuß-Nougat-Riegel usw. Und wer jemals einen Berliner mit Käsefüllung oder Shrimps gegessen hat, weiß welche Variationsmöglichkeiten in bewährten Gebäcken stecken. Deutlich abheben kann sich das Handwerk aber mit eigenen Gebäck-Snack-Kreationen, wie z.B. einem eigenen Riegel. Ein spezielles Fähnchen, das in das Gebäck gesteckt wird, weist die Kundschaft auf diesen Gebäckriegel hin. Passende Thekenaufsteller sorgen für zusätzliche Aufmerksamkeit. Snacks müssen auch richtig präsentiert werden: „Ihr Pausensnack mit Kollegen von Konditorei Both“ „Dontus für Dich und mich“ „Mini-Windbeutel für den Mini-Hunger“ „Mini-Berliner für einen maximalen Genuß“ „Florentiner zum Fußball“ „Heidesand zur Halbzeit“ „Amerikaner für Autofahrer“ Aussagen dieser Art wiesen auf das Snack-Angebot und/oder den Verzehranlaß hin und machen Appetit. Das Snack-Angebot hängt auch von den räumlichen Gegebenheiten und dem Standort des Geschäftes ab. So ist zu überlegen, ob es bestimmte Zielgruppen gibt, die mit einem besonderen Snack-Angebot angesprochen werden können, wie z.B. Pendler, Berufstätige aus nahegelegenen Firmen oder aber auch Schüler und Touristen. Werden Snacks zum Verzehr im Steh- oder Sitzcafé angeboten, sollte auch eine Auswahl an Getränken zur Verfügung stehen. Mit Kaffe, Cappuccino, Tee und Säften lassen sich zusätzliche Umsätze erzielen.

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