Bio-Lebensmittel auf dem Prüfstand - Studie des BgVV

In einer umfangreichen Literaturstudie hat das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) die Frage untersucht, ob sich die Qualität ökologisch und konventionell erzeugter Lebensmittel unterscheidet. Dazu wurden 150 zwischen 1926 und 1994 veröffentlichte Vergleichsuntersuchungen zusammengefaßt und bewertet. Ergebnis der Studie: Es sind keine spektakulären Unterschiede in der Qualität der Lebensmittel nachzuweisen. Bioprodukte, die z. Zt. rund 1 % der vermarkteten Lebensmittel ausmachen, sind Produkten aus konventionellem Anbau nach ernährungsphysiologischen Kriterien kaum überlegen. Auch bei Getreide und Getreideprodukten, eine der erfaßten Produktgruppen, konnten hinsichtlich des Pestizid-, Schwermetall- sowie des Mineralstoffgehaltes und des Gehaltes an B-Vitaminen keine eindeutigen Unterschiede festgestellt werden. Der Proteingehalt war allerdings bei ökologisch erzeugtem Getreide, überwiegend Weizen und Roggen, niedriger. Insbesondere bei Weizen ergeben sich daraus unerwünschte Konsequenzen für die Backeigenschaften. Weitere Produktgruppen, die in der Literaturstudie erfaßt werden, sind: Kartoffeln, Gemüse, Obst, Wein, Bier, Backwaren, Milch, Fleisch, Eier und Honig sowie die daraus hergestellten Erzeugnisse. Die Studie ist in einer umfangreichen zweiteiligen Version in der Reihe der BgVV-Heft (Hefte 4/95 und 5/95) sowie in einer verkürzten Verbraucherbroschüre (Heft 7/95) erschienen. Auch die 32seitige Verbraucherbroschüre, die in einem Anhang die Fachbegriffe kurz erläutert, gibt einen ersten guten Überblick. Die Hefte 4/95 und 5/95 kosten jeweils 45,-- DM, Heft 7/95 15,-- DM. Alle drei sind über die Pressestelle des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin Thielallee 88 - 92 14195 Berlin zu beziehen.

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