20 Jahre Backmittelinstitut

Seit 1983 steht das Backmittelinstitut im Dienste des backenden Gewerbes

RA Amin Werner, Bonn/Wien

Die Mitglieder des Verbandes der Backmittel- und Backgrundstoffhersteller e.V.Bonn/Wien haben 1983 das Backmittelinstitut als Informationszentrale für Backmittel und Backgrundstoffe zur Herstellung von Brot und Feinen Backwaren e.V.gegründet, um dem ständig steigenden Bedarf an Informationen über branchenspezifische Fragestellungen nachzukommen. Seine Geschichte ist eng verbunden mit den Entwicklungen im Bereich Backmittel und Backgrundstoffe,aber auch mit neuen lebensmittelrechtlichen Vorschriften, mit denen die backende Branche in den vergangenen 20 Jahren konfrontiert wurde.

Aufgabe des Backmittelinstitutes ist die Aufklärung und Bereitstellung von Informationsmaterial für Verarbeiter und Konsumenten sowie Meinungsbildner des öffentlichen Lebens, die sich für Backmittel und Backgrundstoffe interessieren. Dieser Satzungszweck wird insbesondere dadurch verwirklicht, dass Publikationen zu branchenbezogenen Themen herausgegeben werden, regelmäßig Pressekonferenzen stattfinden sowie Seminare und andere Aufklärungsveranstaltungen durchgeführt werden. Die Arbeit des Backmittelinstitutes ist unabhängig von einzelnen Unternehmen und repräsentiert die gesamte Branche. Es wurde und wird stets darauf besonderer Wert gelegt, dass die Inhalte der Informationen objektiv, sachlich richtig und für die Zielgruppen verständlich abgefasst sind.

Nachdem sich das Backmittelinstitut in Deutschland etabliert hatte, ist der Tätigkeitsbereich im Jahre 2000 auf die Republik Österreich ausgedehnt worden, indem die Aktivitäten des Backmittelinstitutes von den österreichischen Backmittel- und Backgrundstoffherstellern gezielt unterstützt wurden und werden. Das Backmittelinstitut wird heute von 35 Unternehmen der Branche in Österreich und Deutschland getragen und unterhält seine Geschäftsstelle in Bonn.

Die Aktivitäten des Backmittelinstitutes werden neben dem Vorstand von einem PR-Arbeitskreis koordiniert, in dem 11 ehrenamtliche Mitarbeiter aus dem Kreise der Mitgliedsunternehmen tätig sind. Sie rekrutieren sich in erster Linie aus Marketingfachleuten und Experten aus dem Forschungs- und Entwicklungsbereich der Unternehmen.

Das Backmittelinstitut hatte sich vor ca. 10 Jahren besonders zu bewähren, als in den Medien gezielte Kampagnen gegen Backmittel gestartet wurden. Durch eine intensive Aufklärungsarbeit, nicht nur bei der Bäckereifachpresse, sondern auch bei der Publikumspresse, konnte eine Versachlichung der Diskussion erreicht werden. Neben der Presse werden auch Verbraucherverbände, Bundes- und Landesparlamente und -behörden, Berufs- und Fachschulen, Universitäten und Fachhochschulen mit Informationsmaterial versorgt und stets in die Meinungsbildung mit einbezogen. So finden seit 1987 Redaktionsgespräche z. B. beim Bauer-Verlag, Jahreszeitenverlag, Axel-Springer-Verlag, Gruner + Jahr und Burda-Verlag statt. Auch Vortragsveranstaltungen beim Deutschen Hausfrauenbund, bei Berufsschulen, Innungen und anderen Institutionen werden vom Backmittelinstitut organisiert und durchgeführt.

Die neuen Medien, wie z.B. Internet und Computerpräsentationen, fanden ebenfalls Eingang in die Arbeit des Backmittelinstitutes. 1997 wurde erstmalig der Internetauftritt des Backmittelinstitutes aufgebaut. Unter der Homepage www.Backmittelinstitut.de und www.Backmittelinstitut.at sind alle Informationsmaterialien frei und kostenlos verfügbar. Die Zugriffszahlen sind erstaunlich hoch und lassen den Schluss zu, dass diese Informationsquelle rege genutzt wird und zunehmend an Bedeutung gewinnt. Daneben wurde eine CD-ROM speziell für die österreichische Branche erstellt, die einen Mustervortrag für ein Multiplikatorenprogramm beinhaltet und zur Zeit erfolgreich zum Einsatz kommt.

Das Backmittelinstitut engagiert ich derzeit besonders stark in der Durchführung eines Dialogkonzeptes mit Wissenschaftlern, Behördenvertretern, Politikern, Verbandsvertretern, Branchenkritikern und Journalisten, um ein gegenseitiges Verständnis für Argumente und Standpunkte, aber auch ein Verständnis für Vorbehalte, die es gegenüber unseren Produkten geben kann, aufzubauen. Darüber hinaus soll ein Netzwerkaufbau die Möglichkeit bieten, vorbeugendes Krisenmanagement zu betreiben. Aus den Erfahrungen dieses Dialoges werden selbstverständlich auch Rückschlüsse für die zukünftige Ausrichtung der Branche gezogen werden müssen.

Aktuelle Themen wie Lebensmittelsicherheit, Einsatz der Gentechnologie in Lebensmittel und ihre Kennzeichnung, Kennzeichnung von Allergenen und die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstandes sind nur eine kleine Auswahl der Gebiete, mit denen sich das Backmittelinstitut auch zukünftig weiter beschäftigen wird.

Die positive Resonanz, die das Backmittelinstitut in den vergangenen 20 Jahren erfahren hat, ist ein konkretes Anzeichen dafür, dass die Arbeit des Backmittelinstituts auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Informations- und Aufklärungsquellen für das backende Gewerbe, aber auch für alle anderen interessierten Kreise sein wird. Deshalb wird die Broschürenreihe aktualisiert und weiter fortgesetzt, das bmi-aktuell in seiner Aktualität forciert und dem Einsatz der neuen Medien ein größerer Platz innerhalb der Öffentlichkeitsarbeit eingeräumt.

Wir danken auf diesem Wege allen amtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern des Backmittelinstitutes sowie seinen Mitgliedern für ihr Engagement, wodurch die erfolgreiche Arbeit erst ermöglicht wurde. Unser Dank gilt ferner all jenen Institutionen und interessierten Kreisen, die stets offen mit uns im Dialog standen und die uns durch konstruktive Kritik in unserer Arbeit unterstützt haben.

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